Ruderordnung des Überlinger Ruderclub Bodan

Stand: Juli 2015, geändert November 2015

  1. Gültigkeit:

    Die Ruderordnung gilt für alle Ruderinnen und Ruderer des Überlinger RC Bodan e.V. und deren Gäste. Sie gilt nicht für Rennruderer, die unter Anleitung des Trainers oder aufgrund dessen Anweisung trainieren.

  2. Erlaubnis zum Rudern:

    Rudern dürfen alle aktiven Mitglieder des ÜRC nach Abschluss der
    Ruderausbildung.
    Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen Ausbilders bzw. eines
    Vorstandsmitgliedes rudern und wer diese Genehmigung erteilt hat, muss auch während der
    gesamten Fahrt anwesend sein. Sie dürfen auch zusammen mit einem Erwachsenen, der die
    Befähigung zum Bootsobmann hat, rudern.

    Als Gäste dürfen rudern:

    1. Anfänger unter Anleitung eines Ausbilders,
    2. Mitglieder anderer Rudervereine, wenn sie eine Genehmigung des Vorstands haben oder
      gemeinsam mit ÜRC Mitgliedern rudern
    3. Schüler kooperierender Schulen unter Anleitung des zuständigen Lehrers oder Übungsleiters während der mit dem Vorstand vereinbarten Zeiten.
    4. Andere Gäste nur mit Ausnahmegenehmigung des Vorstands für den Einzelfall.

     

  3. Boote:

    Für die Benutzung der Boote gilt die ausgehängte Bootsbenutzungsordnung.
    Die Boote dürfen nur mit der zugehörigen Ausstattung (Riemen, Skulls, Steuer usw.) gerudert
    werden. Nach jeder Ausfahrt sind die Boote und das Zubehör gründlich zu reinigen und
    abzutrocknen. Gesperrte Boote dürfen grundsätzlich nicht benutzt werden.

  4. Beginn/Ende der Ruderfahrt:

    Jede Fahrt muss vor Beginn mit Angabe des geplanten Ziels / der
    geplanten Fahrtrichtung in das Fahrtenbuch eingetragen werden.
    Der Name des Bootsobmanns ist zu kennzeichnen.
    Nach der Fahrt sind die Eintragungen zu vervollständigen. Besondere Vorkommnisse sind zu
    vermerken.

  5. Schäden:

    Wird vor Antritt bzw. nach Antritt einer Fahrt ein Schaden am Boot oder dem
    Rudermaterial festgestellt, so ist dieser im Fahrtenbuch-PC zu vermerken. Ist der Schaden so groß,
    dass eine Ruderfahrt nicht mehr durchgeführt werden kann, so ist auch dieses im Fahrtenbuch-PC
    zu vermerken.

  6. Obmann:

    Die Bodenseeschifffahrtsordnung schreibt vor, dass jedes in Fahrt befindliche Fahrzeug
    unter Führung einer hierfür geeigneten Person stehen muss. Diese im Gesetz als Schiffsführer
    benannte Person ist im Rudersport der Bootsobmann. Der Bootsobmann ist für die Befolgung der
    Verkehrsvorschriften und Sicherheitsvorschriften verantwortlich. Dies gilt auch für entsprechende
    Folgen wie Unfälle oder Schäden. Die Mannschaft hat die Anweisungen des Bootsobmannes zu
    befolgen, die dieser zur Sicherheit im Schiffsverkehr und zur Einhaltung der Ordnung an Bord trifft.
    Der Bootsobmann kann zugleich Steuermann sein.
    Vor jeder Fahrt ist die Person des Bootsobmanns festzustellen und im Fahrtenbuch zu
    kennzeichnen. Falls keine Kennzeichnung erfolgt, ist das Mannschaftsmitglied Obmann, das schon
    am längsten rudert
    Dies gilt auch für Jugendliche unter 18 Jahren.
    Bei jugendlichen Ruderern unter 16 Jahren ist für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und
    für die Benennung des Obmanns, der verantwortlich, der den Jugendlichen das Rudern erlaubt
    hat, auch wenn er sich nicht selbst auf dem Boot befindet.
    Der Bootsobmann muss bei Unfällen, die Menschen gefährden, alle zu ihrer Rettung erforderlichen
    Maßnahmen treffen. Er hat umgehend den Vorstand zu informieren und den Sachverhalt
    darzustellen. Bei Fremdschäden oder Personenschäden muss die Wasserschutzpolizei informiert
    werden.Die notwendige Erfahrung zur Befähigung als Bootsobmann/Steuermann wird bei langjährig
    rudernden Mitgliedern vorausgesetzt. Anfängern wird die Befähigung zum Bootsobmann nach
    Abschluss der Ausbildung auf Empfehlung des Ausbilders durch den zuständigen Ruderwart
    erteilt.

  7. Sicherheitsvorschriften:

    Die für Ruderboote geltenden Verkehrsvorschriften sind einzuhalten.
    Besonders wichtig auf dem Bodensee: Grundsätzlich bevorrechtigt sind die Schifffahrt mit Vorrang
    (grüner Ball - 100 m Abstand halten), Schleppverbände, Fischer (weißer Ball oder weiße Fahne -
    200 m Abstand halten), Segler und Surfer.
    Zu Tauchern und Schwimmern ist gebührender Abstand zu halten. Sie sehen Ruderboote gar nicht
    oder zu spät. Absperrungen an Schwimmbädern, Naturschutzgebieten und bei der Bodensee-
    wasserversorgung, z.B. durch rot-weiß-rote Schilder oder Tonnen, dürfen nicht überfahren
    werden.
    Bei Starkwind- und Sturmwarnung (angezeigt durch Sturmwarnleuchten), egal wie die
    tatsächlichen Wasserverhältnisse sind, bei Gewitter und Nebel herrscht Rudersperre. Begonnene
    Fahrten sind umgehend zu beenden. Wenn die Rückkehr zum Bootssteg nicht zweifelsfrei ohne
    Gefahr möglich ist, ist die Fahrt sofort zu unterbrechen.
    Bei Dunkelheit herrscht Ruderverbot. Ausfahrten sind spätestens 1/2 Stunde nach
    Sonnenuntergang zu beenden.
    Für alle Fahrten außerhalb der 300 m Zone entlang des Ufers sind geeignete Rettungswesten (bei
    einem Körpergewicht von 40 kg und mehr mit mindestens 100 N Auftrieb) mitzuführen und
    jederzeit griffbereit im Boot zu lagern.
    Jugendliche unter 18 Jahren haben diese Rettungswesten im Skiff oder im schmalen Zweier zu
    tragen.
    In der Zeit vom 1. Oktober bis zum 15. Mai eines Jahres bzw. bei einer Wassertemperatur von
    unter 16° (siehe Fahrtenbuch-PC) müssen bei allen Fahrten in Rennbooten oder Renngigs die
    Rettungswesten angelegt werden.
    Jugendlichen ist in diesem Zeitraum das Rudern im schmalen Einer untersagt.
    Erwachsenen wird empfohlen, die vorgenannte Vorschrift ebenso zu beachten, sie handeln in allen
    Fällen immer auf eigene Gefahr.

  8. Ruderkleidung:

    Die Ruderkleidung des ÜRC besteht aus einer schwarzen Hose und einem weißen
    Oberteil. Es ist erwünscht, dass alle Ruderer sich an diese Vorgabe halten.

  9. Wanderfahrten:

    Mehrtägige Wanderfahrten ohne tägliche Rückkehr zum ÜRC-Steg sind
    mindestens eine Woche vorher beim Vorstand unter Nennung des verantwortlichen Fahrtenleiters
    anzumelden. Bei Fahrten außerhalb unseres Hausreviers (Bodensee) muss die Anmeldung
    schriftlich erfolgen, Anträge unter www.ueberlinger-ruderclub.de/downloads. Fahrtenleiter
    müssen eine mehrjährige Erfahrung als Bootsobmann besitzen. Falls fremde Gewässer befahren
    werden, muss sich der Fahrtenleiter vorab mit den Gegebenheiten und möglichen besonderen
    Verkehrsvorschriften vertraut machen, z.B. durch den DRV-Wanderruderführer.
    Für jedes an der Fahrt teilnehmende Boot ist vom Fahrtenleiter ein verantwortlicher Bootsobmann
    zu bestimmen. Bei Wanderfahrten auf Gewässern mit gewerblichem Schiffsverkehr müssen
    Bootsobleute mindestens 18 Jahre alt sein und an einem Steuermannskurs teilgenommen haben.
    Wanderfahrten müssen, auch wenn sie nicht am ÜRC-Steg beginnen, vor Fahrtbeginn im
    Fahrtenbuch eingetragen werden (wegen des Versicherungsschutzes).

  10. Schäden:

    Für Schäden an Booten und dem Bootszubehör, die durch grobe Fahrlässigkeit oder
    Nichtbeachten der Ruderordnung entstehen, haften grundsätzlich die Ruderer. Bei Jugendlichen
    haften die Eltern.

  11. Ausnahmen

    von dieser Ruderordnung sind nur in Absprache mit einem Vorsitzenden des Vereins
    möglich.

  12. Verstöße

    gegen die Ruderordnung können mit Rudersperre geahndet werden.

 

P.S.: Wenn hier die männliche Form gewählt wurde, so gilt das analog auch für die weibliche Form.