Breitensport Berichte

Wetter gut – alles Gut!

von Sabine Busse

Am Tag der Roseninsel-8er Regatta 2022 war fast alles wieder wie vor der zweijährigen Corona-Pause – nur das Wetter nicht. Hatten wir die letzten Trainingseinheiten bei Wind und Wellen auf dem Bodensee als gute Vorbereitung gesehen, zeigte sich der Starnberger See am 24. September von seiner besten Seite.

Drei Abteilungen mit jeweils bis zu 20 Booten gingen bei der 36. Auflage Deutschlands größter Achter-Regatta, ausgerichtet vom Münchener Ruder- und Segel-Verein „Bayern“, an den Start. Nach wochenlanger Vorbereitung mit fühmorgendlichen Trainingseinheiten, Quartiere buchen, Listen schreiben, WhatsApp Nachrichten austauschen und schließlich Boot auf- und wieder abladen kribbelt es schon gewaltig, wenn man mit so vielen Achtern an der Startlinie steht. Den endgültigen Adrenalinkick bringt dann der Startschuss. Schlagartig kommt Bewegung in das Feld und die Steuerleute feuern lautstark ihre Crews an. In einem Lauf sind unterschiedliche Boots- und Altersklassen unterwegs, so dass sich das Feld schnell auseinanderzieht. Nach einigen hundert Metern wird klar, welche Boote eine ähnliche Zeit wie wir fahren werden. Auch wenn sie in einer anderen Wertungsklasse rudern, bringen diese Zweikämpfe einen enormen Motivationsschub. Und den braucht man auf der 12 Kilometer langen Strecke.

Steuerfrau Ulrike Gut ließ von Anfang an keine Zweifel daran, was sie von der Mannschaft erwartet, und gab eine hohe Schlagzahl vor. So konnten wir uns von einigen Booten absetzen. Das zahlte sich bei der Wende auf Höhe der Roseninsel aus. In Ideallinie umrundeten wir die beiden Tonnen und ruderten nun mit Blick auf die Alpen zurück. Zeit und Muße das Panorama zu genießen hatten wir allerdings nicht, außerdem gab es dichte Wolken und auch ein paar Regentropfen. Aber das spielte keine Rolle, da es nun darum ging Boote, die zu einem langen Schlussspurt ansetzten, auf Abstand zu halten. Vor allem der Anblick eines Achters mit einer Männermannschaft in ähnlicher Altersklasse, der zunehmend aufholte, setzte noch einmal Kräfte frei. Nach 53 Minuten und 16 Sekunden ertönte endlich die Sirene bei der Zieldurchfahrt. Ein Ergebnis mit dem die komplett ausgepowerte Mannschaft und die Trainerin sehr zufrieden sind.

Wir hatten zwar in dem Rennen keine Gegner in unserer Altersklasse im C-Gig Boot und einer Mixed-Mannschaft, aber es gab einen Vergleichswert aus früheren Rennen. Der wird bei der Entscheidung, ob es eine Roseninsel 8er Medaille als Sieger in der Klasse gibt herangezogen. Wir waren schneller als die Mitbewerber und durften aufs Podest, wo uns die weißblaue Medaille umgehängt wurde.

Danach gab es Sekt auf dem Sattelplatz und lauter glückliche Ruderer. Das spätere Abbauen und Verladen lief dann wie am Schnürchen. Die Feier am Abend im bayerischen Ambiente sowieso.

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