Jugend Berichte

Jugendwanderfahrt Hamburg

von Sophie Allgöwer

Die 10. Wanderfahrt führte 29 Teilnehmer der Jugendabteilung des Überlinger Ruderclubs Bodan, sowie einen Gast vom Radolfzeller Ruderclub Undine in den Norden Deutschlands, um von Lübeck bis Hamburg zu rudern. Mit vier Gig-Doppelvierern wurden 146 km innerhalb dreieinhalb Tagen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal, auf der Elbe, sowie in der Speicherstadt Hamburgs, als auch auf der Binnen – und Außenalster zurückgelegt.

Die Übernachtungslocation stellte im diesen Jahr der Campingplatz Camping Stover Strand bei Geesthacht dar, welcher eine gute Reichweite zu den Ruderclubs, sowie zu Hamburgs Innenstadt bietet. Die Ruderclubs in Lübeck, Mölln, Geesthacht und Hamburg, an welchen die Boote über Nacht deponiert werden konnten, wurden mit den vier 9-Sitzern erreicht.

Bevor der Weg Richtung Elbe Mündung aufgenommen wurde, genossen die 20 Ruderer eine exklusive Stadtrundfahrt durch Lübeck mit den eigenen Booten. Im Anschluss an diese 5,5 km ging es kanalaufwärts in Richtung Mölln. Die ersten Tage auf dem Elbe-Lübeck-Kanal waren von vielen Schleusen geprägt, welche immer eine gute Möglichkeit waren die Gliedmassen zu entspannen.

Je näher die Elbe kam, desto breiter, dreckiger und befahrener wurde der Kanal. In Lauenburg war die Elbe erreicht und der Campingplatz wurde passiert. Im Allgemeinen fiel auf, dass das Rudern auf der Elbe längst nicht so spannend war wie auf dem Kanal. Durch die Breite und die Flut schien es, als komme man nicht voran und auch die Wellen der Schifffahrt stellten häufig ein Hindernis dar. Das Wetter zeigte sich an den Rudertagen immer von seiner besten Seite und nicht von der typischen norddeutschen Seite, aufgrund dessen blieben die langen Oberteile und Regenjacken im Packsack.

Ein Spektakel der Woche war die Fahrt durch Hamburg, vorbei am Hafenmuseum, an der Elbphilharmonie, durch die Speicherstadt, vorbei am Rathaus bis zur Außenalster, um am „Der Hamburger und Germania Ruder Club“ die Wanderfahrt abzuschließen.

Dabei übernahm ein Mitglied der Wikinger Rudergesellschaft die Routenleitung. Die majestätische Ausstrahlung des ältesten Ruderclubs Deutschland raubte allen den Atem, so konnten die Boote vor toller Kulisse abgeriggert und für den Transport gerichtet werden. Da die Reise nach Hamburg ging durfte natürlich ein Besuch beim Airbus-Werk in Finkenwerder nicht fehlen. Die Führung erlaubte den Teilnehmern einen Einblick in die Produktions- und Fertigungslinien des A320, sowie des A380.

Auch ein Besuch im Miniatur Wunderland oder im Hamburger Dungeon ließen sich einige nicht nehmen. Auf eigene Faust wurde die norddeutsche Hansestadt in der Freizeit unsicher gemacht. Zudem wurden Schauplätze wie die Reeperbahn, St. Pauli, die Landungsbrücken und der Michel gemeinsam besichtigt.

Auch eine Führung durch die Elbphilharmonie durfte auf dem Programm nicht fehlen, so erhielt die gesamte Gruppe eine Einsicht in den kleinen Saal mit seiner Holz Thematik, sowie in den großen Saal, welcher wabenartig aufgebaut ist, sodass die perfekte Akustik geschaffen wird. Den Atem und Verstand raubte dieses Gebäude und seine Architektur jedem der 29 Ruderer.

Zum Abschluss dieser gelungenen Woche wurde in einem brasilianischem Restaurant bei einem „All you can eat“ Abendessen kräftig gespeist.
So können alle Jugendliche und Junggebliebene auf eine erfolgreiche Wanderfahrt zurück blicken.

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