Jugend Berichte

Kirchboot–Ausfahrt der ÜRC–Jugend

von Walter Nutz

Am Samstagmorgen machten sich 15 Jugendliche und Junggebliebene, auf den Weg nach Radolfzell, um mit dem Kirchboot einen von uns bisher weniger erforschten Teil des Sees zu erkunden. Auf dem Gelände des Radolfzeller Turnvereins, auf welchem das Kirchboot gelagert war, erwarteten uns rund 350 Jongleure und Akrobaten, die sich dort zur Convention „Drop am See“ versammelt hatten.

Das Kirchboot wurde im 17. Jahrhundert – wie der Name schon sagt – zu den sonntäglichen Kirchfahrten genutzt. Rolf Hospach, ÜRC-Mitglied und Engagierter im RG SeeMalRhein erzählte uns, wie die Karisma in einer Nacht- und Nebelaktion den Weg aus Finnland an den schönen Bodensee gefunden hatte. Dort wurde es dann aufwendig restauriert.

Nachdem auch der letzte Teilnehmer den Weg zu uns gefunden hatte, konnten wir einsteigen und bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein unsere Fahrt in Richtung Schweiz beginnen.

Da man die Riemen nicht aufdrehen kann, sorgte dies anfänglich für ein paar Komplikationen, doch im Nuh hatte man sich daran gewöhnt und das 400 Kilo schwere Boot nahm kräftig Fahrt auf. Durch nebeneinanderliegende Sitzplätze entstanden angeregte Gespräche und die Zeit verging wie im Flug. Um die Mettnauspitze herum, ging es dann am deutschen Ufer entlang Richtung Wangen.

Bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein, aber auch einigen größeren Wellen, wünschte sich die ein oder andere Person, dass die Finnen lieber das Motorboot zur Kirchfahrt genutzt hätten, da sich die letzten Kilometer bis Wangen dann doch sehr zogen und die Hitze uns zu schaffen machte. Nach einer ausgedehnten Pause in Wangen mit Eis und einer Abkühlung im Seerhein, ging es über Steckborn  nach Berlingen auf der Schweizer Seite zurück nach Radolfzell.

Nach 31 Kilometer legte die Karisma wieder im Markelfinger Winkel am Turnverein an. Die Besatzung putzte das Boot und ließ sich dann im Turnheim nieder, um das von Walter spendierte, kühle Getränk zu genießen und den Abend ausklingen zu lassen. Gegen 18 Uhr machten sich dann alle erschöpft und sonnengebräunt auf den Heimweg.

Wir danken Rolf Hospach, dem RG SeeMalRhein und Walter für diesen ereignisreichen Tag im Kirchboot.

Bericht von Annika Schrader

Zurück