Jugend Berichte

Ruderwanderfahrt 2011 der ÜRC-Jugend nach Berlin

Das Motto für die diesjährige Ruderwanderfahrt lautete: Großstadt, wir kommen!

Anders als die letzten 2 Jahre bestand unser Programm nicht nur aus Rudern, sondern eine ausgiebige Stadtbesichtigung war ebenfalls geplant. Eine weitere Besonderheit war unsere Anreise. Da wir keine eigenen Ruderboote mitnehmen mussten, konnten wir schnell, bequem und unkompliziert mit der Deutschen Bahn reisen. Denn schon am nächsten Morgen hieß es zeitig aufstehen.

Thomas Kuhn zeigte uns bei einer Busrundfahrt die wichtigsten Plätze Berlins. Vom Alexanderplatz über den Kuhdamm bis hin zum Regierungsviertel war alles dabei. Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit. Einige wollten die Chance nutzen und am letzten Ausstellungstag die „Körperwelten“ besuchen. Diese zugleich interessante aber auch abschreckende Ausstellung menschlicher Körper faszinierte sehr.

 



Am Montag ruderten wir das erste Mal. Unsere Tour begann am Ruderclub Tegelort und führte uns auf der Havel und dem Wannsee nach Potsdam. Auf dem Wannsee angekommen hörte man vereinzelt einige der Ruderer das altbekannte Lied „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein...“ anstimmen. Die Zeit verging wie im Flug, sodass wir schon um die Mittagszeit an unserem Ziel, dem Ruderclub „ASTORIA“ am kl. Wannsee, ankamen. Nach einem leckeren Mittagessen in der Kantine der Staatskanzlei ging es gestärkt weiter auf Besichtigungstour durch Potsdam. Beliebte Sehenswürdigkeiten wie die Orangerie, Schloss Sanssouci oder das Holländische Viertel waren selbstverständlich darunter.

 

Am Dienstag morgen mussten wir wieder früh aufstehen. Karsten Thiele vom RC Tegelort ist an diesem Tag mit uns zurückgerudert. Zuerst ging es mit der S- bzw. U-Bahn von Berlin nach Wannsee. Wir ruderten auf einer anderen Route (um Griebnitz) zurück zum Ruderclub Tegelort, vorbei an Villen und luxuriösen Häusern, welche die Havel säumten.

Abends, nachdem wir die Boote versorgt und unsere Mägen gefüllt hatten, beschloss ein Teil der Gruppe den Stadtteil Kreuzberg zu erkunden, und verbrachte den Abend in einer Cocktailbar. Bei leckeren Drinks und kühler Abendluft ließ es sich gut von den Strapazen des Tages erholen.

Nach zwei anstrengenden Rudertagen gab es am Mittwoch dann für uns einen Ruhetag, an dem wir bei angenehm warmem Wetter endlich die Möglichkeit hatten, unsere Hauptstadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Unter all den Sehenswürdigkeiten, die wir uns anschauten, waren unter anderem das Brandenburger Tor, das Holocaust Denkmal und Checkpoint Charlie. Später waren wir bei dem Ruderclub Tegel zum Essen und Trinken eingeladen und verbrachten dort einen gemütlichen Abend.

 

Am nächsten Tag hieß es aber dann schon wieder:„Rudern, was das Zeug hält!“ Dieses Mal ging es jedoch, anders wie an den beiden Tagen zuvor, auf die Spree. Die Ruderboote bekamen wir vom RC „NARVA“-Oberspree ausgeliehen. Leider konnten heute nicht alle gemeinsam rudern und so gab es einen Landdienst von vier Personen. Die letzten Kilometer dieser Etappe genossen wir noch einmal alle zusammen, denn dies war das letzte Mal, dass wir auf unserer Wanderfahrt ruderten. Auf dieser Strecke hatten wir sogar die zwei Kilometer lange Regattastrecke Berlin-GRÜNAU, die wir alle mit großer Freude entlang fuhren. Am Abend grillten wir dann im Ruderclub und ließen so den Tag entspannt ausklingen.

 

Am Freitag, unserem letzten Tag in Berlin, machten wir noch etwas ganz besonderes. Wir besuchten den Bundestag, hatten ein interessantes Gespräch mit Herrn Neumann, Stellvertreter Lothar Riebsamens, und durften anschließend die Reichstagskuppel besteigen. Für die, welche es das erste Mal erlebten, war es ein großartiges Ereignis. Nun war es uns allen freigestellt, was wir mit dem Rest des Nachmittags anstellen wollten. Somit zogen kleine Gruppen auf eigene Faust los, um Berlin unsicher zu machen. Da unsere Wanderfahrt sich schon wieder dem Ende neigte, wollten wir am Abend alle gemeinsam etwas unternehmen. Und so begaben wir uns in eine Strandbar, die sich direkt an der Spree befand und verbrachten in lockerer und gemütlicher Atmosphäre noch einmal alle zusammen einen schönen Abend.


Am nächsten Morgen war bei allen Aufbruchstimmung zu spüren. Nachdem der gesamte Ruderclub wieder auf Vordermann gebracht wurde, ging es für uns ein letztes Mal an den Berliner Hauptbahnhof und wieder in Richtung Heimat an den Bodensee. Spät am Abend kamen wir wieder im vertrauten Heim an und waren ziemlich erschöpft.

Aber zusammenfassend können wir auf jeden Fall sagen: „Berlin, Wir lieben Dir!“ Jetzt bleibt uns nur noch zu sagen, dass wir uns recht herzlich bei unseren „Küchenfeen“ bedanken möchten, die sich um unser Wohl gekümmert haben, was das Essen betrifft. Dank einem gut organisierten Plan (mit Küchendienst für alle) gab es Abends etwas abwechslungsreiches zur Stärkung.

Alexandra Schmidt und Magdalena Hoffmann