Jugend Berichte

Ungarn Jugendwanderfahrt 2017 - Ausführliche Tagesberichte

von Walter Nutz

Die diesjährige Jugendwanderfahrt in den Sommerferien ging nach Ungarn auf die Donau.
Nachdem im Jahr 2013 schon durch Wien und Bratislava gerudert wurde, ging es diesesmal noch ein Stückchen weiter die Donau hinunter.
Die Wanderfahrtswoche wird in einzelnen Tagesberichten vorgestellt.

Freitag, 04. August 2017

Am Freitag den 4. August trafen wir uns, um die Boote für unsere alljährliche Wanderfahrt abzuriggern und unser Gepäck in die Autos zu verladen. Um drei begannen wir mit dem Zurechtmachen der Boote und ihrem Verladen. Walters angedachte zwei Stunden waren sehr großzügig geplant… nach circa einer Stunde war der Bootsanhänger beladen. So hatten wir noch ein bisschen Pause, bis der Steuermannskurs anfing. Die Neuerung dieses Jahr: Nur Neueinsteiger und ein paar Freiwillige setzten sich mit den Regeln der Steuerkunst auseinander. Alle anderen warteten sehnsüchtig auf die Fahrer, die sich auf den Weg gemacht hatten, um die drei Kleinbusse von Europcar abzuholen. Die fünf Autos: der ÜRC-Bus, die Europcar-Autos und Fundis Wagen wurden beladen. Dass wir jedoch zwei Paar Skulls und eine Kühlbox mit Essen im Bootshaus liegen gelassen hatten, konnten wir zu dem Zeitpunkt leider noch nicht wissen.

von Kirsten Blohm

Samstag, 05. August 2017

Der nächste Tag begann früh. Für manche um halb drei in Uhldingen, für andere gegen fünf in Überlingen. Unsere Fahrer brachten uns gut nach Ungarn… und hätte der eine Bus keine Muffins gegessen, wäre auch kein Stein im Weg gewesen, der diesem Kleinbus einen „schönen“ Steinschlag bescherte. Dieser Kleinbus musste einen großen Umweg zu Europcar fahren und sich auf die Suche nach einem Carglass machen, der Samstagmittag Zeit hatte, nur um nach erfolgloser Suche zu hören zu bekommen, dass einfach so weitergefahren werden kann.

Angekommen beim Campingplatz bauten wir die Zelte auf. Beim ersten Versuch scheiterten wir, meisterten die Aufgabe danach aber mit Bravour. Die zwei Kleinbusse, die erst zum Ruderclub in Györ gefahren waren, um die Boote aufzuriggern, stießen zum gemeinsamen Kartoffelsalatessen dazu. Den Abend ließen wir entspannt ausklingen und gingen zeitnah schlafen, um am nächsten Tag ausgeruht mit dem Rudern auf der Donau beginnen zu können.

von Kirsten Blohm

Sonntag, 06. August 2017

Die ersten Ruderkilometer auf der Donau sollten am Sonntag bewältigt werden. Am besagten Morgen wurden alle Leute, welche in den Mannschaftszelten übernachtet hatten, „liebevoll“ von Walters Stimme geweckt… um sechs Uhr in der Früh!
Halb schlafwandelnd torkelten die Ersten also los zu den Waschräumen, die nur etwa 200m von den Zelten entfernt waren, während sich andere wiederum um unsere neusten Mitbewohnter kümmerten.
Seit vergangenem Abend waren nämlich Ameisen in das 20-Mann-Zelt der Jugendlichen eingedrungen und hatten sich über eine offengelassene Tüte voller Marshmallows hergemacht. Diese nervtötenden Tierchen sollten sich auch in den kommenden Tagen als eine richtige Plage entwickeln, aber dazu mehr in den folgenden Berichten.

Nach und nach wurden auch die letzten Langschläfer wach, sodass irgendwann alle Wanderfahrtteilnehmer auf den mitgebrachten Bänken saßen und mit ungewöhnlich guter Laune frühstückten. Vermutlich lag es an dem frisch aufgebrühten Kaffee und allgemein dem liebevoll gemachten Frühstück oder an dem guten Wetter. Es war nicht besonders kalt aber auch nicht zu heiß, also perfektes Ruderwetter.
Gut eingecremt mit Sonnenmilch (Sicherheitsfaktor 50+ in den meisten Fällen, um unangenehmem Sonnenbrand vorzubeugen) und ausgerüstet mit Sonnenschutz für den Kopf und Tape, Hirschtalg bzw. Ruderhandschuhen für die Hände fuhren die 31 jungen und älteren Teilnehmer alle zusammen in den vier Neun-Sitzern nach Györ, wo die Ruderboote schon vom Tag vorher aufgeringert bereit waren.

Als wir die Skullpaare nacheinander zu den Booten legen wollten, fiel uns plötzlich etwas auf. 2 Paar Skull des Boots „Wellenreiter“ fehlten. Sofort war klar: Diese beiden schienen am Ruderclub in Überlingen liegen gelassen worden zu sein. Nur wie bekamen wir so auf die Schnelle 2 neue Skullpaare her? Glücklicherweise hatten wir, so wie bei jeder Wanderfahrt, ein Ersatzpaar Skull dabei und dankenswerter Weise konnten wir uns bei dem Ruderclub in Györ ein weiteres Paar ausleihen. Zum Glück!

Nach dem Schreck gingen die vier Boote mit insgesamt 20 Ruderern (davon je einer als Steuermann) zu Wasser und gut gelaunt startete der erste Rudertag. Schneller als gedacht verflogen die Meilen und nach 12 Kilometer erreichten wir die Mündung, an dem der Seitenarm, auf dem wir gestartet waren, in die Donau floss. Ab dieser Stelle war die Strömung besonders groß. Während des Ruderns fiel der Wasserstrom nicht besonders auf, aber wenn wir eine kurze Ruderpause einlegten, wunderten wir uns, dass die Boote so schnell flussabwärts trieben. Was natürlich auch ein Vorteil war, denn so konnten wir uns, wenn die Kraft mal etwas daniederlag, im Boot ausruhen und treiben lassen.

Fast am Ende unserer 46 km Ruderstrecke an dem Tag mussten wir nochmal all unsere letzte Kraft zusammennehmen und drei Kilometer gegen den Strom in einem Nebenfluss der Donau rudern, um an den Liegeplatz für die Boote zu gelangen. Dies war ein Kanuklub auf der slowakischen Seite der Donau. Dort angekommen waren zwar die Ruderer etwas erschöpft, aber auch glücklich. Zusammen mit dem Landdienst, der am Kanuklub auf die Boote wartete, versorgten wir die vier Schiffe und den restlichen Kleinkram und machten uns auf den Weg zurück zum Campingplatz.
Dort gingen sich einige im Pool abkühlen und andere kochten zusammen mit dem Kochteam das Abendessen, sodass wir schon bald essen konnten.
An dem Abend gab es noch eine Überraschung. Gerade, als einige schon beim Zähne putzen waren, gab es auf einmal ein solchen Sturm, Regenguss und Gewitter, was keiner erwartet hatte. So konnten wir den Abend nicht auf den Bänken draußen genießen sondern suchten in den Mannschaftszelten Zuflucht, in der Hoffnung, dass sie die Regenmassen abhielten. Bei dem Erwachsenenzelt gab es wohl einige Lecks, aber keine allzu großen.
So ging ein abenteuerreicher Tag zu Ende.

von Helena Prodöhl

Montag, 07. August 2017

Nach einer verregneten Nacht wurden wir früh morgens geweckt. Doch am Morgen sah es nicht besser als am vorherigen Tag aus: Das Frühstück mussten wir aus wetterbedingten Gründen unter einem provisorischen Auto- Segelplanen Dach einnehmen - aber anders wäre es ja auch langweilig gewesen…
Nachdem uns die Boots- und Landdiensteinteilung verkündet wurde, machten wir uns in unseren vier Bussen auf den Weg nach Komárno in der Slowakei. Dort angekommen, trockneten wir die Boote vom nächtlichen Regen und trugen sie dann den langen Steg hinunter. Nachdem alles sicher in den Booten verstaut war, konnte unsere zweite Ruderetappe starten!

Zu Beginn ruderten wir wieder Richtung Donau, da sich die Anlegestelle in Komárno in einem Seitenarm des Flusses befindet. Allerdings ging diese Strecke nun deutlich schneller als am vorherigen Tag, da wir nicht mit der Gegenströmung zu kämpfen hatten. Nach einigen Kilometern ließ sich dann auch endlich die Sonne blicken und in Begleitung von guter Musik in den verschieden Booten machte das Rudern doch gleich viel mehr Spaß. Unterwegs trafen wir auch auf ein paar Kreuzfahrtschiffe, wobei wahrscheinlich jeder der Schiffsgäste schon aus der Ferne erkennen konnte, dass unsere „Bootstour“ viel mehr Spaß macht.

Nach ungefähr 37 km trafen wir dann auf den Landdienst, um gemeinsam unsere wohlverdiente Mittagspause zu machen. Nachdem wir uns mit Broten, echter ungarischen Salami und Wassermelone gestärkt hatten, machten wir uns wieder abfahrtsbereit. Manche Ruderer/ Ruderinnen wechselten aus gesundheitlichen Gründen mit dem Landdienst aus und dann konnte es auch schon weiter gehen.

Unser Tagesziel, Esztergom, konnten wir schon aus weiter Entfernung erkennen. Denn dort befindet sich, auf einem Berg gelegen, die größte Basilika Ungarns.

Dort angekommen, trugen wir die Boote und Skulls auf das Gelände des Vereins, bis auf ein Boot, das beschloss, den schon geruderten 50 km noch ein paar hinzuzufügen.

Als wieder die ganze Mannschaft versammelt war, wurde beschlossen, dass wir der oben genannten Basilika noch einen Besuch abstatten werden. So machten wir uns auf den Weg. Trotz der gemischten Lust und Laune würde ich sagen, dass fast alle positiv überrascht und beeindruckt von dem großen Bauwerk waren.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz kamen zwei Busse leider etwas vom Weg ab und hatten dadurch die Möglichkeit, die „Qualität“ der Straßen im ungarischen Niemandsland auszutesten…

Als endlich alle sicher den Campingplatz erreicht hatten, machte sich das Küchenteam daran, das Abendessen zuzubereiten. Dies musste allerdings im Dunklen geschehen, da wir durch das Sightseeing etwas später dran waren. Doch trotzdem schmeckte das Geschnetzelte hervorragend!

Den Abend ließen wir alle gemütlich ausklingen.

Ein gelungener Tag!

von Danika Schöneich

Dienstag, 08. August 2017

Am dritten Rudertag unserer Ungarn Wanderfahrt konnten wir uns wieder auf einen Tag voller Sonnenschein freuen.
Es stand die längste Ruderetappe bevor- eine Strecke von insgesamt 63 Kilometer wartete darauf von unseren Ruderbooten befahren zu werden.
Gestartet wurde in Esztergom mit dem Ziel, am Ende des Tages im Hafen unserer Zielstadt Budapest zu sein.
An diesem Tag ruderten wir am Vormittag durch eine idyllische Berglandschaft Ungarns, die zusammen mit dem sonnigen Wetter einen schönen Anblick bescherte.
Erfrischt wurden wir immer wieder von leichten Windbriesen, bis wir auch schon den Treffpunkt mit dem Landdienst zur Mittagspause erreichten, der dieses mal an einem schattigen Plätzchen am Ufer der Donau lag.
Nach der kleinen Stärkung ging es auch schon wieder in die Boote.

In der zweiten Hälfte machte uns die starke Mittagssonne zwar etwas mehr zu schaffen, trotzdem erreichten wir dank der starken Fluss-Strömung gegen späten Nachmittag unser Ziel im Budapester Hafen.

In unseren Gesichtern spiegelte sich die Erschöpfung, aber auch ein gewisser Stolz und Zufriedenheit, einer der heißesten und längsten Rudertagen mit Erfolg gemeistert zu haben.

Die Fahrt zurück auf den Campingplatz erfolgte mitten durch Budapest und wir konnten bereits hier einen ersten Blick auf die Sehenswürdigkeiten werfen, an welchen wir am nächsten und letzten Rudertag vorbeirudern würden.
Am Campingplatz angekommen zauberte uns das Küchenteam Reis und Geschnetzeltes (?) auf die Teller.
Der Abend wurde in gemeinsamer Runde vor den Zelten in Gesprächen und Spielen ausgeklungen, nach einem solchen langen Tag wie diesem dauerte es jedoch nicht lange, bis alle in ihren Zelten lagen und schliefen.

von Caroline Vöhringer

Mittwoch, 09. August 2017

6 Uhr aufstehen, so wie jeden Morgen. Doch daran gewöhnen wollen wir uns nicht so richtig. Schon jetzt ist es angenehm warm, das Frühstück kann also eingenommen werden. Die letzten Vorbereitungen laufen und gegen 8 Uhr verlassen die Busse den Campingplatz in Richtung Budapest. Wir steuern einen der vielen Ruderclubs in Budapest an. Dorthin führt uns der Weg erstmal durch die volle Stadt.
Angekommen am Ruderclub begrüßt uns ein reges Treiben und die Sonne. Schon jetzt, beim Boote beladen, fangen die Ersten an zu schwitzen.

Heute ist die Sightseeing – Tour an der Reihe. Mit halber Kraft rudern alle 4 Boote über die Donau durch Budapest. Wir werden zur Attraktion für die Menschen am Ufer, sowie auch für diejenigen auf den Ausflugsdampfern. Die Hitze bleibt bestehen, die Autos wollen nicht auftauchen ein Foto kann also nicht gemacht werden.

Wir rudern weiter. Plötzlich eine Stimme von oben, verwirrt schauen wir zur Brücke über uns. Marcel, der heute auf uns stößt, steht über uns und winkt uns zu. So entsteht doch noch ein Foto. Die letzte Brücke Budapests ist das Zeichen für uns loszulegen. Mit ganzer Kraft wird weiter gerudert. Die Strömung ist stark, knapp 20km liegen noch vor uns. Ein Kinderspiel im Gegensatz zur gestrigen Etappe. Denkste wohl. Doch unsere Kräfte sind langsam am Ende, so fallen den meisten die letzten Kilometer recht schwer. Immer wieder schauen wir sehnsüchtig nach dem berüchtigten Steg, welcher unser Ziel sein soll. Endlich kommt er uns ins Visier, die letzten Meter sind in Sicht. Neben einem Fähranleger in einem kleinen Waldstück legen wir an und tragen die Boote aus dem Wasser, damit sie abgeriggert werden können. Die Besatzung der Mettnau hat noch nicht genug und nimmt eine weitere Person auf und rudert nochmals gen Budapest. Einige Kilometer rudern sie flussaufwärts. Die Strömung bringt sie wieder zurück.
Es ist geschafft. Wir haben in 3,5 Tagen 190 km auf der Donau verbracht.

Die Boote werden gerichtet und auf den Hänger verladen. Der Plan direkt in die Stadt zu fahren, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen wird verschoben, letztendlich wird er ganz verworfen, wir alle sind nicht nur verschwitzt, sondern auch müde und hungrig. Also auf zum Campingplatz, die Freude über das Meistern der Strecke der letzten Tage, lässt in manchem Bussen nicht lange auf sich warten. Mit Musik und heiterer Stimmung wird trotz Müdigkeit der Campingplatz erreicht.

Die Müdigkeit und der Hunger schlagen zu. Während die einen im Schatten liegen und schlafen, essen die Anderen, duschen oder vertreiben die Zeit im Pool.

Zwei Busse machen sich einige Zeit später auf dem Weg zum allseits beliebten Decathlon. Dort wird fleißig geshoppt. Ein dritter Bus fährt mit 3 Insassen und den ausgeliehenen Skulls nach Györ, um diese zum Ruderclub zurückzubringen. Die Übergebliebenen machen es sich am Campingplatz gemütlich.
Das geplante Essen für heute stellt sich im Supermarkt als eine Herausforderung dar, anstatt Quark finden wir nur Frischkäse. Daraus wird jedoch ein super leckerer Frischkäse - Quark für die Kartoffeln vom Küchenteam gezaubert. Das Beste kommt gewöhnlich zum Schluss, Schoko und Vanille Pudding rauben uns allen den Verstand. Es wird geschmökert, bis wir alle platzen.

von Sophie Allgöwer

Donnerstag, 10. August 2017

Am Donnerstag wurden ein weiteres Mal alle Teilnehmer um 6.00 Uhr aus dem Bett geschmissen. Nach einem reichhaltigen Frühstück liefen die Teilnehmer zu der nächstgelegenen Bushaltestelle um in den Stadtkern von Budapest zu fahren. Nach etwa einer Stunde Fahrt und einmal umsteigen, stand man am Ufer der Donau. Zuerst lief die Gruppe zur berühmten Markthalle in der alle genug Zeit bekamen um sich alles anzuschauen. Danach traf man sich wieder draußen um weiter entlang der Donau zu laufen. An diesem Tag brannte die Sonne unerträglich auf die Köpfe der Überlinger und so musste bald der erste Stopp im Schatten eingelegt werden.

Dort beschloss man mit dem Boot zur Margarethen Insel zu fahren. Gesagt getan und so fuhr man kurz darauf mit dem Boot auf die Insel, auf der man im Schatten die Mittagspause abhielt. Der Brunnen hatte die Teilnehmer besonders fasziniert. Zu jeder vollen Stunde konnte man eine aufwendige Choreografie bewundern, bei der Fontänen zum Takt der Musik aus dem Wasser empor sprudelten. Nach etwa einer Stunde im Schatten ging es zurück in die brütende Sonne. Gemeinschaftlich marschierte man zum Parlament und anschließend in Richtung Fußgängerzone. Dort teilte man sich in Kleingruppen auf und jeder konnte die Stadt auf eigene Faust erkunden. Am späten Nachmittag traf sich die Gruppe wieder und man marschierte zur Fischer Bastei. Eine kleine Gruppe von Invaliden konnte leider nicht mitkommen, da ihnen die Hitze zu sehr zu schaffen machte oder sie noch mit kleinen Blessuren vom Rudern zu kämpfen hatten.

Der Rest wurde mit einer fantastischen Aussicht belohnt, von der sie bei der anschließenden Bootsfahrt, an der wieder alle teilnahmen, schwärmten. Die Bootsfahrt war ein gelungener Abschluss für diesen schönen, aber anstrengenden Tag. Budapest bei Nacht konnte noch einmal alle in seinem Bann ziehen und so humpelten die meisten erschöpft, aber zufrieden zurück zur Straßenbahn, die alle nach Hause brachte. Am Campingplatz angekommen fielen Manche direkt erschöpft auf ihre Isomatten und andere saßen noch in gemütlicher Runde zusammen und ließen den Tag ausklingen. Trotz der Hitze, die einigen auf das Gemüt schlug und bei so einigen die Motivation sinken ließ, war es ein gelungener Tag, an dem wieder alle mit einem Lächeln einschliefen.

von Laura Strunk

Freitag, 11. August 2017

Für heute stand ausschlafen bis 9 Uhr auf dem Plan. Purer Luxus hieß dies für alle und wurde somit von einigen fleißig genutzt. Bei gefühlten 35 Grad im Zelt fiel es den Langschläfern allerdings recht leicht, aus dem Schlafsack zum Frühstück zu gelangen.
Der heutige Vormittag wurde, aufgrund der bereits enormen Hitze, am Pool verbracht.

Eine erste Gruppe machte sich zur Mittagszeit auf den Weg Richtung Budapest Innenstadt, um den Ausblick auf die Stadt von der Zitadelle genießen zu können. Nach einigen Ticketproblemen erreichte auch der Rest der ganzen Mannschaft die Stadt und beide Gruppen trafen aufeinander. Tramtickets wurden verteilt und in zwei Gruppen fuhren wir zu Punkten in der Stadt, um von da aus die Stadt unsicher zu machen. Einige zog es zum großen Einkaufszentrum „West End“, andere wiederum gaben ihr Geld für Obst, Gemüse, Fleisch und typische Spezialitäten in der Markthalle aus.

Nach knapp 3 Stunden, welche von jedem gut genutzt wurden, gingen wir gemeinsamen zum diesjährigen gemeinsamen Essen, in ein „All you can eat and drink“ - Restaurant, welches organisiert wurde. Es wurde kräftig zugeschlagen. Essenstechnisch gab es eine große Auswahl. Von kalter Antipasti, über Salat, Beilagen, Fleisch und Fisch, bis hin zu leckerem Dessert. Für jeden war also etwas dabei. Auch Getränke wurden fleißig bestellt, für die älteren gab es Cocktails, welche den Preis mehr als genügend ausfüllten. Die Stimmung war heiter.

Russische Turmspringen - Weltmeister saßen neben uns am Tisch, es wurde ausgetauscht und nachdem sie ihre Künste des Gesanges preisgaben, waren auch wir an der Reihe.
Gegen 22 Uhr mussten wir aufbrechen. Mit gut gefüllten Mägen und in wunderbarer Laune machten wir uns auf den Weg Richtung Campingplatz. Die Bahnfahrt war für alle sehr lustig, ob das wohl an den Getränken lag? Je näher wir zum Campingplatz kamen, desto müder wurden die Gemüter. Eine kurze Besprechung bezüglich der Autoeinteilung am nächsten Tag und schon lagen fast alle in ihren Betten. Die letzte Nacht im Zelt stand an, das Wetter wollte sich auch noch von einer anderen Seite zeigen, so blies der kräftige Wind in der Nacht um die Zelte und stellte die Heringe, als auch manche Nerven auf die Probe. Doch die Zelte blieben standhaft.

von Sophie Allgöwer

Samstag, 12. August 2017

Am Samstag wurde wie jeden Tag zuerst gefrühstückt. Danach wurden die Zelte ausgeräumt und der ÜRC Bus mit dem Bootsanhänger fuhr schon los in Richtung Heimat. Der Rest baute die Zelte ab, brachte den Müll weg und verstaute alles in den restlichen Bussen. Als alle gegen 8.00 Uhr den Campingplatz verließen, war wohl jeder Ruderer etwas traurig, dass die Woche wie im Flug vorbeigezogen war. Wieder hatte man einiges dazugelernt sowohl rudertechnisch als auch menschlich.

Wieder war man als Gruppe etwas enger zusammengewachsen auch wenn einige neue Gesichter dabei waren und wieder hatte man es ohne großen Streit durch die Woche geschafft. Auf dem Rückweg versuchte man wie die Jahre zuvor die anderen Busse durch einen Gruß im Radio zu erreichen, aber leider wollte in der Redaktion niemand den Hörer abnehmen. So blieb man über die Mobiltelefone in Kontakt und zwei Busse trafen sich zu einer kurzen Pause kurz hinter München. Um 9.00 Uhr abends war auch der letzte Bus in Überlingen angekommen. Am Ende waren alle glücklich an diesem Abend in ein weiches Bett zu fallen und die Isomatte nach einer Woche wieder in den Keller zu verbannen.

von Laura Strunk

Sonntag, 13. August 2017

Frühs um 9 Uhr trudelten die noch halbschlafenden Jugendlichen am Ruderclub ein. Wieder zurück in der verhältnismäßig kalten Heimat, wollten auch die Boote wieder zurück an ihren Platz. Also wurden die Aufgaben unter den rund 20 Anwesenden verteilt und jede Gruppe verrichtete ihre Arbeit. Boote wurden geschrubbt und auf Vordermann gebracht, Küchenuntensilien gesäubert, Essen aussortiert, Pfand sortiert.

Aufgrund vieler Reste an Würsten und Kartoffelsalat, als auch Brot, entschieden wir uns nach Beenden des Aufräumens zu grillen. So hatten wir neben essen, reden und lachen, nochmals Zeit die vergangene Woche Revue passieren zu lassen. Der Fakt nicht mehr von Gleichgesinnten rund um die Uhr umgeben zu sein, schien für einige als eine traurige Tatsache, doch ein jeder sprach ebenfalls über die positiven Dinge am trauten zuhause.
Ein schöner Abschluss für die diesjährige Wanderfahrt. Wir sind auf die Nächste im kommenden Jahr gespannt, diese wird uns gemeinsam nach Hamburg bringen.

von Sophie Allgöwer

Ein kleiner Rückblick von mir:

Es hat sich wieder gelohnt, die Planung einer Jugendwanderfahrt im Zeitraum von einem Jahr.
Und es stimmt, man sollte einmal durch Budapest mit seinen vielen Prachtbauten gerudert sein.
Es stimmt auch, dass es eine meiner besten Wanderfahrten war, denn mit diesen Teilnehmern konnte einfach nichts schief gehen. Glaubt es mir. Die letzten zwei Tage in der Stadt sind noch die Steigerung dazu gewesen....
Es ist noch nicht das Ende der Jugendwanderfahrten, denn die Planung für 2018 hat schon begonnen. Für unsere wunderbaren Teilnehmer ruft dann die 10. große Ruder-Tour.

Walter Nutz ,  Überlinger Ruderclub „Bodan“ e.V. , Jugend-Ruderwart 

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