Vereinsleben Berichte

Spektakuläres Bingo mit Menü

von Ilse Wagner

Am Freitagabend, 8. Februar, war es wieder soweit. Der sog. Ruder-Chaos-Fünfer, Erich, Njoschi, Markus J., Gerry, und Markus D. lud zum unterhaltsamen Spieleabend mit 3-Gang-Menü ein. Die kreativen Herren überraschten uns wieder mit ihren Kochkünsten und ihrem Organisationstalent.

Diesmal gab es "Bingo free", nicht wie vor Jahren als für den Erwerb von Skulls für unseren neuen Doppelachter Spenden gesammelt und deshalb mit finanziellem Einsatz gespielt wurde. Trotz des günstigen All-inclusive-Angebots von nur 14 Euro kamen leider nur 21 Mitspieler in unseren gemütlichen Clubraum. Wer die abwechslungsreichen Abende des Quintetts bereits kannte, war gespannt, welche Gags diesmal anstanden. Natürlich gab es einen Tisch mit lohnenswerten Gewinnen wie Pflegesets für Herren, Reise-Schmucktäschen für Damen, Taschenschirme, witzige Originalzeichnungen von Njoschi, Bücher von Autor Erich und Kalender mit Aquarellen unseres Ehrenmitglieds Hardy K. Solange Erich und Gerry das Essen vorbereiteten, unterhielt uns Njoschi mit einigen Beatles-Songs auf der Gitarre.

Moderator Markus J., alias Luigi Detonazione, begrüßte die Gäste und erklärte neben den Spielregeln zunächst den Ursprung des Zahlenspiels. Der Spielname "Bingo" wurde 1929 vom Amerikaner Edwin Lowe eingeführt. Er hatte auf einem Jahrmarkt in den Südstaaten eine Gruppe lateinamerikanischer Spieler beobachtet, die die gezogenen Zahlen mit getrockneten Bohnen abdeckten und "Beano" riefen. Nach und nach entwickelte sich daraus "Bingo" und dieses Gesellschaftsspiel begann seinen Siegeszug um die Welt.

Mit einer Runde Warmspielen verdienten wir uns die Vorspeise: Gerrys Dreierlei, Schnittchen mit drei verschiedenen, äußerst wohlschmeckenden und exotisch gewürzten Brotaufstrichen, die Appetit auf mehr machten.

Gut eingestimmt ging es in die nächsten Spielrunden. Der Spieleifer wuchs, und gespannt wurden die humoristisch variierten Zahlenansagen von Conférencier Luigi verfolgt. Glückliche Gewinner riefen gleich mehrmals hintereinander "Bingo", wenn eine Fünfer-Reihe mit den gezogenen Zahlen übereinstimmte. Diese Glückspilze überließen schließlich den Pechvögeln ihre Doppelgewinne als Trostpreise, sodass jeder etwas abbekam. Es gab auch auch Special-Preise, z. B. ein ganz privates Konzert – und das bedeutet, die Gewinner konnten eine Tischgruppe aussuchen, die nur für sie singen sollte. "Seemann, deine Heimat ist das Meer", "Ein Schiff wird kommen" und "Que será, será" schmetterten die Auserwählten mit Njoschis Gitarrenbegleitung und einem vorsorglich verteilten Textblatt in der Hand.

Passend zur Herkunft des Bingo-Spiels bereiteten Erich und Gerry als Hauptgericht "Chili con Carne" zu. Für die größer werdende Schar Vegetarier kochten sie eine extrascharfe Linsensuppe. Nachschlag garantiert!

Gesättigt konnte es mit Bingo-Runden weiter gehen, solange Preise zur Verfügung standen. Und wieder forderten die Sieger Tischgruppen zum Singen auf. Njoschi schlug den Akkord an und die bekannten Lieder "Marina, Marina" sowie "Die Antwort, mein Freund, weiß ganz allein der Wind", klangen durch den Raum.

Mit einem feinen Dessert ging es beschwingt in die letzten Runden. Gerne wurde immer wieder von den Platten mit zweierlei selbst gemachten süßen Köstlichkeiten genascht: Nussiges Baklava und Halawet el Jibn feine Grieß-Mozzarella-Röllchen, die alle vom syrischen Freund des Quintetts beigesteuert wurden.

Zum Ausklang gab es noch genügend Bier und Wein, bis kurz vor Mitternacht jeder Gast, zumindest mit einem Geschenk in der Hand, fröhlich und gesättigt – einen der alten Songs summend – nach Hause ging.

Herzlichen Dank an die fünf Kreativen, die es wieder geschafft haben, uns einen Abend lang bestens zu unterhalten und gut zu bekochen.

Hoffentlich haben die fünf Herren bald mal wieder Zeit im 5er über den See zu gleiten.

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